Geschichte

April 27, 2016

Pioniere des integrativen Ansatzes – Geschichte unseres Kindergartens

Die Idee zur Gründung eines integrativen Waldorfkindergartens kam von einer Gruppe engagierter und interessierter Eltern und Pädagogen. Regelmäßig trafen sie sich, um sich über waldorfpädagogische Themen auszutauschen. Einer der Schwerpunkte war die Integration von Kindern mit einer Behinderung. Kinder mit und ohne Behinderung werden in ihrem Elternhaus schließlich auch gemeinsam erzogen, und so stellte sich schon bald die Frage, ob es nicht möglich sei, eine pädagogische Einrichtung zu erschaffen, die in der Lage ist, alle Kinder gemeinsam zu betreuen und zu fördern.

Viele Überlegungen wurden angestellt und viele Anträge eingereicht, ehe nach viel Geduld und Arbeit im Sommer 1987 ein geeignetes Gebäude gefunden wird: Ein altes Schulgebäude, dass mit großer Eigeninitiative der Gründungseltern umgebaut und renoviert werden musste. Parallel dazu begann die Suche nach geeigneten Erziehern und Therapeuten.

Im April 1988 öffnete unser Kindergarten seine Türen. Seinerzeit waren wir so etwas wie Pioniere auf dem Gebiet der integrativen Waldorfkindergärten. Aber ermutigt durch unsere Erfahrung in der integrativen Arbeit und viel Beharrlichkeit konnten wir die unterschiedlichen Befürchtungen zerstreuen: Eine große Sorge der Eltern bestand darin, dass die integrativen Kinder zu viel Raum einnehmen. Das Gegenteil war der Fall: Mit Freude konnten wir beobachten, dass die Kinder mit Behinderung ein ganz neues Miteinander in die Gruppe brachten. Die Berührungsängste verflogen … und es entstanden Räume, in denen alle voneinander lernen konnten.

Mittlerweile sind die integrativen Einrichtungen selbstverständlich geworden und bilden ein wichtiges Standbein der Waldorfpädagogik.